Besuch im Demonstrationslabor Bio- und Gentechnik an der Universität Bayreuth

Am 15. März 2018 besuchten die Schülerinnen und Schüler vom W-Seminar Biologie „Genetik“ und von den Biokursen der Q11 zusammen mit Frau Hillmann und Frau Zimare das Demonstrationslabor Bio- und Gentechnik an der Universität in Bayreuth.
Im Demonstrationslabor konnten wir einen Einblick in den Alltag eines Laboranten bekommen und unter Anleitung selbst verschiedene Experimente durchführen.
Zu Beginn gab uns Dr. Scharfenberg vom Lehrstuhl Didaktik der Biologie und vier seiner Studenten eine kleine Einführung zum Thema Gentechnik. Sie erklärten uns, wie gentechnische Methoden beispielsweise beim Aufklären komplexer Straftaten helfen können: Da jeder Mensch seinen eigenen „genetischen Fingerabdruck“ hat, kann man mit entsprechenden Untersuchungen feststellen, ob ein Verdächtiger tatsächlich am Tatort war und ob er somit eventuell als Täter in Frage kommt.
Wir sollten nun ebenfalls versuchen, einen solchen „genetischen Fingerabdruck“ sichtbar zu machen.
An unseren Arbeitsplätzen wurden wir mit den Geräten und Arbeitsschritten bekannt gemacht. Wir lernten zum Beispiel, wie man pipettiert oder die Zentrifuge richtig bedient.
Danach wurde uns die Durchführung eines Verfahrens der Gentechnologie, die Polymerase-Kettenreaktion erklärt. Mit dieser Technik ist es möglich, DNA schnell zu vermehren. In unserem Versuch haben wir zunächst anonyme DNA isoliert, von allen Fremdstoffen befreit und sie im Anschluss vervielfältigt. Im weiteren Verlauf haben wir dieses Verfahren an unserer eigenen DNA aus Mundschleimhautzellen durchgeführt.
Nachdem wir uns beim Mittagessen in der Mensa gestärkt hatten, begannen wir am Nachmittag mit der Gelelektrophorese. Hierbei wird DNA entsprechend ihrer Größe und Ladung getrennt und sichtbar gemacht. Dabei bildet sich dann ein charakteristisches Bandenmuster. Die DNA wurde dazu mit Hilfe von Mikropipetten in kleine Geltaschen, die wir zuvor selbst gegossen hatten, gefüllt.
Als das Gel später mit einer UV-Lampe bestrahlt wurde, war es möglich, sowohl das Bandenmuster der eigenen, als auch das der anonymen Spender-DNA leuchten zu sehen – eine Erfahrung, die man in jedem Fall mal machen sollte!
Nach dem interessanten und aufschlussreichen Praktikumstag an der Universität kehrten wir am Nachmittag mit vielen neuen Eindrücken aus Wissenschaft und Forschung wieder nach Hof zurück.

Chiara-Louisa Steinhäuser und Marie-Theres Löschner, Q11

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