Vortrag Flucht und Vertreibung mit der 8b und 8c am JCRG in Hof

Am Mittwoch, den 05. Juli fand im Rahmen des Geographieunterrichts bei Herrn Fries ein 90-minütiger Vortrag zum Thema Flucht und Vertreibung statt.

Zu Gast waren Frau Uschold von der Diakonie Hochfranken und Frau Adler vom Jugendmigrationsdienst, sowie drei junge Männer aus Syrien, Ali, Omar und Amir.Der Vortrag, bei dem viel lokaler Bezug zu Akteuren vor Ort in Hof genommen wurde, verdeutlichte anschaulich die aktuelle Situation vieler Flüchtlinge sowie die Probleme, vor denen sie aus ihren Herkunftsländern fliehen.
Zuerst ging Frau Uschold auf die Bedeutung von hauptamtlicher sowie auch ehrenamtlicher Tätigkeiten im Themenfeld der Integration ein und erklärte den Schüler/Innen, dass ohne die Zusammenarbeit viele einzelner Akteure (wie zum Beispiel Therapeuten, Ärzten, Pflegekräften, aber auch zahlreichen Ehrenamtlichen) große gesellschaftliche Herausforderungen wie die Flüchtlingskrise nicht zu bewältigen sind.
Um den Schüler/Innen ein Gefühl für die Schwierigkeit einer Entscheidung für oder wider eine Flucht zu geben, diskutierten die Referentinnen zuerst Fluchtursachen und ließen dann alle Anwesenden drei Dinge aufschreiben, die sie unbedingt auf einer Flucht mitnehmen würden. Im Anschluss erzählten Ali, Amir und Omar, dass sie auf ihrer Flucht nicht mehr dabeihatten als in einen Rucksack passte, unter anderem ihre Dokumente, Geld, ihr Smartphone, Essen und warme Kleidung.
Danach zeigten Frau Uschold und Frau Adler den Kurzfilm „Zuflucht gesucht“ in Ausschnitten. Die Schüler/Innen bekamen dabei aus einer sehr persönlichen Perspektive Einzelschicksale präsentiert die stellvertretend für eine Reihe weiterer Personen die Schwierigkeiten im Leben von Flüchtlingen zeigen.
Zum Schluss berichteten die drei jungen syrischen Männer, die alle mit dem Schlauchboot das Mittelmeer überquert hatten, von ihrer Flucht und ihren Träumen in Deutschland. Ali (aus Hasaka) möchte in Deutschland studieren und bereitet sich auf eine Deutschprüfung vor, Amir (aus Damaskus) musste fliehen, als die Universität zerbombt wurde und will sein Bauingenieursstudium hier beenden und Omar präsentierte seine Geschichte als Kurzfilm, den er während der Flucht auf seinem Smartphone filmte.
Abschließend kam es zu einer interkulturellen Fragerunde und freundlichem Austausch mit unseren Gästen.
Das Johann-Christian-Reinhard Gymnasium bedankt sich bei Frau Uschold, Frau Adler und ihrem Team für einen gelungenen und informativen Vortrag!

20170725VortragFluchtVertreibung