W-Seminar „Biophysik“ zum Thema „Migräne“

Bekommen Schülerinnen und Schüler während der Schulzeit häufiger Migräne als in den Ferien? Lösen Geschmacksverstärker Clusterkopfschmerzen aus? Ist die Gefahr, einen Kopfschmerzanfall zu erleiden, geringer, wenn man in einem bevölkerungsarmen Gebiet wohnt?

Das sind Beispiele für Fragen, denen vier Schülerinnen und ein Schüler des Johann-Christian-Reinhart-Gymnasiums im Rahmen ihres W-Seminars „Biophysik“ – betreut von ihrem Lehrer Christian Feller – nachgehen. Sie beteiligen sich bei dem Projekt CLUE, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Dabei sammeln Wissenschaftler der Hochschule Hof unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Scheidt und Yannic Siebenhaar Daten über anfallartige Kopfschmerzen wie Clusterkopfschmerz und Migräne, beispielsweise über spezielle Smartphone-Apps. Mithilfe dieser Daten sollen Fragen rund um die Begleitumstände und Auslöser von Kopfschmerzattacken beantwortet werden. Hierbei wird ein bürgerwissenschaftlicher Forschungsansatz gewählt: Betroffene steuern Daten über ihre Kopfschmerzanfälle bei, außerdem helfen Studierende und Schüler bei der Auswertung der Daten, so wie hier die Schülerinnen und Schüler des Reinhart-Gymnasiums.

Und, helfen nun Ferien gegen Kopfschmerzen? Ja – in den Ferien erleiden von Migräne betroffene Schülerinnen und Schüler signifikant weniger Migräneanfälle.

Text: Frankenpost

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