Zeitung zum Frühstück

Im Rahmen der Projekttage zum Ende des Schuljahres 2016/17 besuchte Ann-Kristin Schmittgall, Redakteurin aus der Online-Redaktion der „Frankenpost“, am 21. Juli 2017 die Klasse 8b des Johann-Christian-Reinhart Gymnasiums. Nachdem bereits im Deutschunterricht das Thema „Medien nutzen und reflektieren“ eine Rolle gespielt hatte, wollten sich die Schüler nun einmal „hautnah“ und aus erster Hand mit einer „echten“ Redakteurin unterhalten. Dazu hatten sie gemeinsam ein Frühstück vorbereitet.
Während die Klasse am Frühstückstisch saß, zog Frau Schmittgall  zunächst die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich, indem sie über so aktuelle Dinge wie Fake-News und Clickbaiting sprach. Sie erklärte, dass Clickbaiting nichts Neues sei, heute aber viel extremer betrieben werde. Fake-News, so arbeitete sie in einer Diskussion mit den Jugendlichen heraus, erkenne man an einer untergeschobenen Meinung. Auch seien Fake-News ein Problem im Internet und den sozialen Medien und das machte die Problematik gerade für Kinder und Jugendliche so bedeutsam. Noch interessanter war für die Schüler jedoch das Ausmaß, in dem Fake-News verbreitet und Clickbaiting betrieben werden. Ganze Websites haben sich darauf spezialisiert seriös zu wirken, doch in Wahrheit steckt eine fiese Betrugsmasche dahinter. Solche Seiten erkenne man an einer merkwürdigen URL oder an einem falschen Impressum. Oft passiert es, dass man sich nicht mehr auf der Ausgangsseite, sondern auf einer nachgemachten Website befindet. Anhand von einigen eindrucksvollen Beispielen erkannten die Schüler, dass nicht immer nur betrügerische Absichten dahinter steckten, sondern dass es den meisten, die Fake-News verbreiten, hauptsächlich um Geld geht. Ganz klar wurde, dass Fake-News mit Clickbaiting einhergehen: Auf Social Media Plattformen wie Facebook klickt man lediglich auf einen interessant erscheinenden Artikel und gelangt dann auf nicht vertrauenswürdige Internetseiten, auf denen man unwissentlich Abonnements abschließt o.ä.
Frau Schmittgall legte auch einmal eine Pause ein und setzte sich mit an den Frühstückstisch. Währenddessen bekamen die Schüler die aktuelle Ausgabe der Frankenpost, in der sie ein wenig blättern und schmökern konnten. Ziel war es herauszufinden, was den Schülern am meisten gefällt. Die Antworten reichten von Sport über regionale Artikel bis hin zum Börsenbericht.
Interessiert lauschten die Jugendlichen schließlich den Ausführungen der Redakteurin über den „Konkurrenzkampf“ zwischen Frankenpost, Fernsehsendern und Radio. Fernsehsender und Radio hätten die Möglichkeit Eilsendungen einzuschieben – die Frankenpost muss auf die Ausgabe des nächsten Tages warten. Um dagegen ankommen zu können habe die Frankenpost eine Internetseite und auch eine Facebookseite,  auf der alle 2 Stunden etwas gepostet werde. Auf der aktuellen Homepage der Frankenpost erkannten die Schüler, dass es auch hier Überschriften gab, die Clickbaiting benutzen und so besonderes die jüngere Generation ansprechen, allerdings in gemäßigter Form. Im Vergleich von Papier- und Online-Ausgabe der Frankenpost entdeckten die Schüler schließlich noch einen weiteren wichtigen Unterschied: Die Onlineversion setzt auf in erster Linie auf regionale Artikel, denn, so die Redakteurin, mit globalen Artikeln könne sich die Frankenpost nicht gegen große Onlinezeitungen durchsetzen.
Wenn sich auch nicht alle Schüler getraut haben, in der Diskussion zu Wort zu melden, so war doch allen anzumerken, dass ihnen dieses „Frühstück mit Zeitung“ recht gut geschmeckt hat.

Jonas Dreiseitel, 8b

20170726ZeitungFruehstueck